Kooperationsvereinbarung

 

 

 

zwischen der

 

Astrid- Lindgren- Grundschule

 

Heidenau, Dresdner Str. 62

 

vertreten durch Rektorin Karla Dorn

 

 

 

und dem

 

 

Hort an der Astrid- Lindgren- Grundschule

 

in Trägerschaft der Stadt Heidenau, Dresdner Str.62

 

vertreten durch Leiterin Kerstin Eichler

 

 

wird auf Grundlage des Schulgesetzes und dem Kindertagesstättengesetz geschlossen.

 

 

Einheitlicher pädagogischer Ansatz

 

Grundschule und Hort sind eigenständige, aber eng miteinander verbundene Institutionen, die einen entscheidenden Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung unserer Kinder leisten.

 

Ziel der Kooperationsvereinbarung zwischen Grundschule und Hort ist es, die Zusammenarbeit beider Einrichtungen zu vertiefen und den Kindern auf der Grundlage eines einheitlichen an kindlichen Bedürfnissen orientierten pädagogischen Ansatzes optimale Bedingungen während ihres Aufenthaltes in Schule und Hort zu schaffen.

 

Grundlegendes zur Gestaltung und Entwicklung von Bildungs- und Erziehungsprozessen wird miteinander besprochen und aufeinander abgestimmt. Jeder Vertragspartner entwickelt auf dieser Grundlage sein eigenes, eng mit dem des Anderen verknüpftes pädagogisches Konzept.

 

So bilden Schulprogramm und Konzeption des Hortes eine sinnvolle pädagogische Einheit.

 

Vielseitig, kreativ, individuell und gemeinsam entwickeln sich Schule und Hort, in Zusammenarbeit mit der Elternschaft, stetig weiter und orientieren sich dabei an den Bedingungen und Voraussetzungen, Interessen und Bedürfnissen der Kinder. Als Schwerpunkt betrachten wir die Entwicklung der sozialen Kompetenzen der Kinder im Gruppenprozess.

 

 

Rahmenbedingungen für die Weiterentwicklung des gemeinsamen pädagogischen Ansatzes

 

Schule und Hort arbeiten in zwei ineinander übergehenden Gebäudeteilen und haben somit optimale Voraussetzungen für eine pädagogisch anspruchsvolle Zusammenarbeit. Ein Teil der Räume wird gemeinsam durch Schule und Hort genutzt. Räume des Hortes werden in den hortfreien Zeiten des Tagesablaufes in Absprache zur Gruppenarbeit in der Unterrichtsgestaltung genutzt. Im Umkehrschluss kann der Hort Unterrichtsräume für Angebote am Nachmittag nutzen.

 

Erzieher/innen und Lehrer/innen müssen sich durch die doppelte Nutzung der Räumlichkeiten intensiver absprechen.

 

 

Verantwortungsbereiche und Absprachen

 

Die Schulleitung und die Hortleitung tragen die Gesamtverantwortung.

 

Dies gilt sowohl für die pädagogische, inhaltliche und organisatorische Qualitätssicherung und die Qualitätsentwicklung, sowie für die Sicherheit der Kinder und des Personals.

 

Gemeinsame Absprachen zwischen Schul- und Hortleitung erfolgen regelmäßig.

 

Jährlich findet eine gemeinsame Beratung beider Kollegien statt.

 

Die Ganztagesangebote werden durch die Grundschule in Abstimmung mit dem Hort organisiert.

 

 

Kinderrat der Grundschule

 

Der Kinderrat tagt regelmäßig. Ziel ist es, die Kinder in die Strukturierung und die Ausgestaltung der Schul- und Freizeitangebote einzubeziehen und die Sicht der Kinder auf einrichtungsinterne Abläufe zu lenken. Die Kinder setzen sich mit Verhaltensbildern auseinander und werden in ihrer Rolle gestärkt.

 

Regelmäßig werden im Rahmen einer Schülerbefragung aktuelle Wünsche und Bedürfnisse zu Freizeit- und Förderangeboten, sowie der Gestaltung des Ganztagesangebotes ermittelt.

 

 

Elternarbeit

 

Die Elternvertretungen der Schule und des Hortes unterstützen die spezifischen Abläufe in den beiden Einrichtungen, Hort bzw. Grundschule, die ihre Kinder im Tagesablauf besuchen.

 

Schulleiterin und Hortleiterin nehmen an den Beratungen des Elternrates teil und informieren über aktuelle und spezifische Fakten.


 

1.     Gemeinsame Grundposition zur Bildung als Voraussetzung

         der Kooperation

 

        *      Förderung von Kindern mit Schwächen im Lernbereich und mit

                Migrationshintergrund

 

        *      Förderung von vorhandenen Begabungen

 

*      Unterstützung bei der Ausbildung von sozialen, kommunikativen und kreativen Fähigkeiten aller Kinder

 

        *      Vernetzung von Angeboten zur Bewegungsförderung

 

        *      Erziehung zur „Gesunden Ernährung“      

 

 

2.     Gemeinsame Ziele der Kooperation

 

        *      Verwirklichung der Interessen der Mädchen und Jungen

 

        *      Möglichkeiten schaffen zur Erledigung der individuellen

                Aufgaben

 

        *      vielseitige Bewegungsangebote im Schulhaus, der Turnhalle

                und im Schulgelände

 

        *      Beobachtung und Aufbereitung des einzelnen Kindes mit dem

                Schwerpunkt der kindgerechten Entwicklung

 

*      Unterstützung der Entwicklung des Wohngebietes als „Soziale 

        Stadt“ in der Stadtbereichsentwicklung und Nutzung der

        Möglichkeiten, die sich daraus ergeben, für beide Einrichtungen

 

 

3.     Gemeinsame Kooperationsvorhaben

 

        *      thematisch bezogene Gesprächsrunden der Erzieher- und

                Lehrerteams

 

*      Schul- und Hortleitung verantwortlich für die Ordnung und

Sicherheit im gesamten Bereich, Absprache über  inhaltliche  und strukturelle Grundlagen zwischen Hortleiterin und Schulleiterin, gegenseitige Information

 

        *      gegenseitige Ergänzung im GTA und Hort im Nachmittags-
                bereich; zeitliche Abläufe werden koordiniert

 

        *      gemeinsam genutzte Räume und Anlagen, wie Schulgarten,

                Spielgelände liegen in der Nutzungszeit im Verantwortungs-

                bereich des Nutzers und es erfolgt eine gegenseitige

Information, über die weitere Ausgestaltung und sächliche Kostenplanungerfolgen regelmäßige Beratungen durch die Leiterinnen,

 

*      ideelle Unterstützung von Vorhaben des fächerverbindenden Unterrichts durch das Erzieherteam und Nutzung für Angebote am Nachmittag

 

*      die Themen der fächerverbindenden Wochen (1x im Herbst,  Juni „A.-Lindgrens kleine Persönlichkeiten“) werden thematisch analog im Hortbereich aufgenommen und weiterführend ausgestaltet

 

        *      gemeinsame Projekte auf Klassenbasis

 

        *      Teilnahme an Klassenelternabenden durch Erzieher/innen

 

        *      Kinderrat als Verbindungsform analysiert regelmäßig die

                Situation der Kinder

 

        *      Hausaufgaben werden kurz- oder langfristig erteilt, um sowohl

                den Hort aber auch die Eltern in die Erledigung einzubinden,

die Eltern werden regelmäßig in Gesprächen und durch Elternbriefe der beiden Einrichtungen informiert, dass die Erzieherinnen auf Vollständigkeit achten, notwendige Hinweise geben, aber nicht zwingend die Richtigkeit kontrollieren,

                die Kinder haben die Möglichkeit Nachschlagewerke des

                Buchklubs und das Internet der Schule zu nutzen

 

        *      in Absprache werden alle Informationen der Schulaufnahme

im Herbst aufbereitet, es gibt einen vorbereitend gemeinsamen Elternabend von Hort und Schule vor der Einschulung

 

*      Planung und Absicherung gemeinsamer Veranstaltungen von Schule und Hort

 

 

4.     Gemeinsame Reflektion

 

        *      Reflektion über die Situation des einzelnen Kindes in der

               Schule und im Hort

 

        *      Evaluation in Bezug auf die Zusammenarbeit der Teams

 

*      die Dokumentationen über das einzelne Kind werden durch die Lehrer/innen und Erzieher/innen gemeinsam

                analysiert und für die Elternarbeit genutzt

 

Die Kooperationsvereinbarung bildet die Grundlage der Zusammenarbeit zwischen den Einrichtungen. Sie tritt in der aktualisierten Form bis auf Widerruf in Kraft und wird schuljährlich von beiden Seiten diskutiert und im Bedarfsfall evaluiert.

 

 

Heidenau, den 01. 02. 2017

 

 

 

K. Dorn                                             K. Eichler

 

Schulleiterin der                                 Leiterin des Hortes an der

 

Astrid-Lindgren-Grundschule                 Astrid-Lindgren-Grundschule

 

 

 

 

 

J. Opitz

 

Bürgermeister

 

Träger

 

Stadt Heidenau